St. Maarten ist die kleinste Insel der Welt, die sich im Besitz zweier Nationen befindet. Die heutige Grenze ist das Ergebnis zahlreicher Kriege zwischen den europäischen Großmächten des 17. Jahrhunderts. Heute teilen sich Holland und Frankreich die Insel, aber zwischen den Menschen dieser Kulturen herrscht kein Zwist. Die Inselbewohner sind stolz auf ihre nahezu 350 Jahre alte Geschichte friedvollen Zusammenlebens.
© St. Maarten Tourist Bureau
Der Überlieferung zufolge entdeckte Kolumbus die Insel 1493 am Namenstag des heiligen Martin von Tours. In den folgenden 140 Jahren stritten sich Spanien, Frankreich und Holland um den Besitz oder zumindest das Nutzungsrecht von St. Maarten/St. Martin. Am 23. März 1648 wurde auf dem Gipfel von Mount Concordia ein Vertrag geschlossen, der die Grenzen der Insel festlegte. Die Holländer erhielten 41,5 qkm und die Franzosen 54,5 qkm. Franzosen und Holländer lebten jedoch nicht immer im gleichen nachbarschaftlichen Einvernehmen wie heute - das Gebiet wechselte zwischen 1648 und 1816 16 Mal die Flagge, weil es von Frankreich, Holland und sogar Großbritannien beansprucht wurde.
Mit dem Anlegen von Zuckerrohrplantagen im späten 18. Jahrhundert kam unweigerlich auch die Sklaverei auf die Insel. Das ausbeuterische Kolonialsystem funktionierte und blühte, solange es Sklaven gab. Mit der Abschaffung der Sklaverei (1848 auf der französischen und 1863 auf der holländischen Seite) erlebte die Wirtschaft einen Zusammenbruch. Die Insel steckte in einer wirtschaftlichen Krise, aus der sie sich erst 1939 befreien konnte, als sämtliche Import- und Exportsteuern abgeschafft wurden und die Insel zu einem Freihafen wurde. Danach entwickelte sich St. Maarten/St. Martin zu einem Handelsknotenpunkt in der Karibik. Mit der Eröffnung des Flughafens Ende der 1950er wurden die gewaltigsten Fortschritte erzielt. In den 1960ern, 70ern und 8oern begannen auf der gesamten Insel Hotels aus dem Boden zu sprießen. Sint Maarten ist heute ein stark frequentiertes Kreuzfahrtziel von Karibik Kreuzfahrten und die Hauptstadt Philipsburg ein wahres Einkaufsparadies. Es gibt aber auch wunderschöne Strände die zum Schnorcheln einladen. www.st-maarten.com
Die meisten Kreuzfahrtschiffe steuern die Hauptstadt Philipsburg an. Der A.C. Wathey Pier befindet sich ca. 1,6 Kilometer südöstlich der Stadt. St. Maarten ist eines der meistbesuchten Kreuzfahrtziele in der Karibik. Viele Kreuzfahrtschiffe machen auf einer Karibik Kreuzfahrt hier Station. Der Hafen wurde gerade für die Oasis of the Seas erweitert. In Spitzenzeiten ankern Kreuzfahrtschiffe auch vor der Küste. Dann werden Sie mit Tendern direkt in die Stadt gefahren. Kleinere Kreuzfahrtschiffe steuern vereinzelt auch Marigot in St. Martin an (Marina Port la Royale).
Vom Hafen aus können Sie in die Stadt laufen (ca. 10 Minuten) oder ein (Wasser)taxi nehmen. Das Wassertaxi kostet 6 US Dollar für den ganzen Tag. Sie können also mehrfach zwischen Stadt/Strand und Kreuzfahrtschiff hin und her fahren. Die Preise der zahlreichen Taxis werden von der Regierung reguliert und müssen veröffentlicht werden. Taxameter gibt es keine. Wie immer gilt. Klären Sie die Preisfrage (und die Währung) vor der Abfahrt. Eine Fahrt von Philipsburg nach Marigot kostet ca. 12 US $. Taxipreise können Sie auch an der Touristeninformation am Cyrus Wathey Square und bei den offiziellen Taxivermittlern erfragen. Die Taxifahrer fungieren gerne auch als Reiseführer. Minivans sind ein sehr günstigen Transportmittel. Sie sind allerdings häufig sehr voll und halten an jeder Laterne. Wenn Sie einen Minivan sehen, der in die gewünschte Richtung fährt, winken Sie einfach. Wenn Sie in aller Ruhe über die Insel fahren möchten, leihen Sie sich einen Wagen. Die Straßen sind gut und die Beschilderung ordentlich. Allerdings ist es in den Hauptstädten Marigot und Philipsburg manchmal nicht ganz einfach einen Parkplatz zu finden. Aller großen Verleiher sind auf der Insel vertreten.
Shopping: Wenn Sie gerne (zollfrei) einkaufen gehen, sind Sie hier richtig. In Philipsburg gibt es unzählige Einkaufsmöglichkeiten rund um die Front Street nur wenige Meter vom Strand entfernt. Philipsburg liegt auf einem schmalen Streifen zwischen der Great Bay und dem Salt Pond. Hier können Sie alles zu Fuß erledigen. Die Kinder spielen am Strand, die Männer sitzen in einer der Strandbars und die Frauen genießen die große Auswahl in den zahlreichen Geschäften. Die Preise liegen oft 25-50% unter denen in den USA. Freundliche Konkurrenz unter den Händlern sorgt für günstige Preise bei Smaragden, Diamanten, Rubinen und Saphiren sowie Perlen, Gold und Silber. Probieren Sie auch eine Flasche von dem typischen Guavabeeren-Likör aus St. Maarten. Die Guavabeere (die nicht mit den Guaven verwandt ist) gedeiht nur auf dieser Insel.
Princess Juliana Airport: Die Landebahn ist sehr kurz und beginnt direkt hinter einem sehr schönen Strand (Maho Beach). Staunen Sie, wie große Flugzeuge nur wenige Meter über Sie hinweg fliegen. Wirklich unfassbar. Die großen Maschinen kommen in der Regel am Nachmittag. Der Flugplan befindet sich bei der Strandbar (auf einem Surfbrett).
Die Strände: In St. Maarten und St. Martin erwarten Sie über 30 wunderschöne Strände mit einer Länge von insgesamt ca. 16 Kilometern. Und alle sind für Kreuzfahrer zugänglich! Auf der holländischen Seite empfehle wir insbesondere den Great Bay Beach. Diesen ca. 1,5 Kilometer langen Stadtstrand von Philipsburg können Sie zu Fuß oder mit dem Wassertaxi bequem erreichen. Das Geschäftszentrum befindet sich direkt hinter der Strandpromenade.
Wenn Sie einen wunderschönen und ruhigen Strand suchen, empfehle ich Ihnen den Cupecoy Beach. Dieser liegt direkt an der Grenze der beiden Inselhälften. Hier gibt es keine Infrastruktur. Aber Schirme und Liegestühle können Sie auf dem Parkplatz mieten. Auf der französischen Seite ist der Orient Beach (Baie Orientale) eine gute Wahl. Die Fahrt mit dem Taxi kostet 18 US Dollar. An dem langen Strand gibt es zahlreiche Restaurants und jeden Menge Wassersportmöglichkeiten.
Marigot, die Hauptstadt des französischen Inselteils, wartet mit zahlreichen Geschäften, Straßenmärkten und Straßencafés auf. Von hier starten auch die Fähren zu den Nachbarinsel Anguilla und St. Barths.
In allen Häfen, die regelmäßig Ziel von Karibik Kreuzfahrten sind, gibt es zahlreiche lokale Ausflugsveranstalter. Diese sind in der Regel günstiger als die Ausflüge, die Sie auf dem Schiff buchen können. Eine sehr gute Informationsquelle ist das Forum der amerikanischen Seite http://boards.cruisecritic.com/. Hier tauschen amerikanische Kreuzfahrer ihre aktuellen Erfahrungen aus.
Lord Sheffield Tall Ship Adventures (www.stmaarten-shoretrips.com/lordsheffield/): Segeln Sie mit einem Tall Ship (Windjammer) auf den Spuren der Piraten. Das Schiff ankert und Sie haben die Möglichkeit in kristallklarem Wasser zu schnorcheln und zu schwimmen. Die Getränke und die Verpflegung an Bord sind im Preis von 69 US $ pro Person enthalten. Der Törn startet in Philipsburg und dauert ca. 3,5 Stunden.
Blue Bubbles Watersports (www.bluebubblessxm.com): Snuba ist eine Mischung zwischen Schnorcheln und Tauchen. Die Schnorchler können unter Wasser durch einen Schlauch atmen. Das ist sehr einfach. Eine Ausbildung ist nicht erforderlich. Ein dreieinhalbstündiger Schnorchelausflug kostet 75 US $. Los geht es am Dock Martin in Philipsburg, ganz in der Nähe des Kreuzfahrtterminals.
Bernard's Tours (www.bernardstours.com): Bernard ist ein erfahrener Anbieter von Landausflügen. Im Rahmen seiner gut sechstündigen Inseltour bekommen Sie einen guten Überblick über die ganze Insel. Sie besuchen Philipsburg, Marigot und haben Gelegenheit, am Orient Bay Beach zu schwimmen. Die Tour kostet 35 Euro pro Person.
Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.
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