Dominica gehört zu den Kleinen Antillen in der östlichen Karibik und liegt zwischen Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden. Die von üppiger Vegetation bedeckte Naturinsel ist mittlereile ein häufiges Ziel von Karibik Kreuzfahrten. Bitte verwechseln Sie Dominica nicht mit der Dominikanischen Republik! Dominica wurde am 3. November 1493 von Kolumbus auf seiner zweiten Reise entdeckt. Er ging jedoch nicht an Land. Kolumbus benannte die Insel nach dem Wochentag ihrer Entdeckung, einem Sonntag (Spanisch Domingo). Dominica war die letzte karibische Insel, welche von Europäern kolonialisiert wurde, da dort der Widerstand der Ureinwohner besonders stark war. Im Jahr 1763 übergaben die Franzosen Dominica an Großbritannien, welches sie 1805 zur Kolonie erklärte. Nachdem Dominica von 1958 bis 1962 eine Provinz der Westindischen Föderation war, gewährte die Kolonialmacht Großbritannien ab 1967 eine innere Selbstverwaltung Dominicas. Am 3. November 1978 wurde schließlich die Unabhängigkeit von Großbritannien proklamiert, seit dem 8. Dezember 1978 ist Dominica Mitglied der Vereinigten Nationen.
Discover Dominica Authority
Dominica ist ein gutes Beispiel für die Vielfalt der karibischen Inselwelt. Riesige Regenwälder bedecken diese ursprüngliche Karibikinsel, die einst aus heute längst erloschenen Vulkanen geformt wurde. Tiefe Süßwasserseen, heiße Schwefelquellen und imposante Urwaldwasserfälle geben Dominica streckenweise ein geradezu urgeschichtliches Antlitz. Der Morne Trois Pitons National Park umfasst 6.400 Hektar und gehört seit 1997 zum UNESCO Weltnaturerbe. Badetouristen finden im Süden der Insel den Champagne Beach, der seinen Namen von den heißen Quellen hat, die hier unter der Wasseroberfläche wie in einem Whirlpool blubbern. Vom Dorf Scott's Head aus brechen Taucher und Schnorchler in die Tauchgründe Dominicas vor der Südspitze der Insel auf.
Dominica ist 46,4 Kilometer lang und 25,6 Kilometer breit und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 746 Quadratkilometern. Auf der Insel leben 68.910 Menschen. Davon circa 20.000 in der Hauptstadt Roseau. Die Staatssprache ist Englisch. Die offizielle Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD). US-Dollars, Reiseschecks und Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Aber mit US Dollars kommen Sie auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt gut zurecht. Weitere Informationen für Ihren Besuch auf Dominica finden Sie auf der Webseite Discover Dominica.
Es gibt zwei Kreuzfahrthäfen auf der Insel. In der Regel machen die Kreuzfahrtschiffe in der Hauptstadt Roseau fest. Roseau (20.000 Einwohner) liegt im Südosten der Insel. Die katholische Kirche (1790), das Fort Young und die Botanischen Gärten sind die Sehenswürdigkeiten dieser einst wohlhabenden Stadt, die zugleich Zentrum des Sklavenhandels war. Der einstige Sklavenmarkt (Old Market) ist heute ein Umschlagplatz für Kunsthandwerk und Souvenirs. Am Standrand befindet sich ein schöner Botanischer Garten. Hier haben die Kolonialherren ausprobiert, was man auf der Insel anbauen kann. Das Ergebnis: Hier wächst alles!
Der zweite Kreuzfahrthafen befindet sich im Nordwesten von Dominica in der Nähe der Stadt Portsmouth. Von hier ist es nicht weit zu den wenigen schönen Stränden der Insel und zum Reservat der Kariben. Im Hafenbereich gibt es neben Restaurants und Geschäften ein Tourismusbüro mit umfangreichen Informationen über Dominica.
Taxen und Minivans erkennen Sie an Nummernschildern die mit den Buchstaben H, HA oder HB beginnen. Schauen Sie auch nach einer runden Plakette, die anzeigt, dass der Fahrer ein zertifizierter Touristenführer ist. Flotten von Taxen und Minibussen erwarten Sie bereits im Bereich des Hafens. Die Fahrer sind überwiegend gute Fremdenführer. Viele von ihnen haben als Statisten bei den Dreharbeiten der Fluch der Karibik Filme mitgewirkt und zeigen Ihnen gerne die Drehorte. Taxameter gibt es keine. Bitte verhandeln Sie den Fahrpreis vorher.
Das Straßennetz auf Dominica ist gut ausgebaut. Wenn Sie keine Angst vor dem Linksverkehr und den engen Bergstraßen haben, nehmen Sie sich einen Mietwagen. Es wird sehr viel gehupt um im Gebirge auf sich aufmerksam zu machen. Den örtlichen Führerschein bekommen Sie für ca. 12 Dollar beim Verleiher. Zum Beispiel bei Valley Rent a Car.
Von allen Karibikinseln ist Dominica immer noch die urwüchsigste. Verborgen im Dschungel und daher fast unzugänglich sind die höchsten Berge Morne Diablotin (1419m), Morne Pitons (1423 m) und Microtin (1186 m). Auf den vulkanischen Ursprung Dominicas deuten der erst 1922 entdeckte Boiling Lake, ein etwa 500 Quadratmeter großer kochender See, sowie Solfataren und Schwefelquellen hin. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind der etwa 6.400 Hektar große Morne Trois Pitons Nationalpark mit dem Emerald Pool und einem Naturlehrpfad sowie die Trafalgar Falls. Auf der Ostseite Dominicas liegt das 1.800 Hektar umfassende Reservat der wenigen noch überlebenden Kariben. Aber der Reihe nach:
Der Emerald Pool ist ein hübscher kleiner Wasserfall der in eine von Urwald umgebene Felsgrotte stürzt und zu einem kühlenden Bad einlädt.
Der Feshwater Lake wurde zur Energie- und Frischwassergewinnung aufgestaut und hat dadurch etwas an Reiz verloren. Trotzdem lohnt eine Wanderung. Wenn man in höhere Regionen aufsteigt, geht der Regenwald in einen Nebelwald über.
Von der Brücke südlich von Portsmouth aus kann man eine Bootsfahrt durch den Indian River unternehmen. Ruhige 40 Minuten lang geht's durch verwunschene Mangrovensümpfe und Kanäle. Schlingpflanzen und Bromelien hängen von den Ästen und Bäumen herunter.
Die Sulphur Springs (Schwefelquellen) können Sie mit dem Auto bequem erreichen, nur die letzten paar Meter geht man besser Fuß. Die Quellen entspringen auf einer wenige Quadratmeter großen Fläche. Hier und da blubbert es: Wasser und Gas entweichen aus der Erde. Der strenge Geruch von Schwefel kündigt sich schon aus einiger Entfernung an.
Die beiden 60 m tief stürzenden Trafalgar Wasserfälle sind ein imponierender Anblick, besonders, weil man sie von einer hölzernen Besucherplattform beide gleichzeitig sehen kann. Der kurze Aufstieg ist landschaftlich allerdings nicht so reizvoll.
Eine der großen Attraktionen Dominicas macht es dem Besucher etwas schwer: Der mühselige Aufstieg durch das Valley of Desolation zum Boiling Lake ist nur für fitte Wanderer ein Thema. Und auf keinen Fall in Badelatschen!
Das Carib Territory südlich des Flughafens Melville Hall an der Ostküste von Dominica ist das größte geschlossene Siedlungsgebiet der Kariben. Das sind die Ureinwohner der Kleinen Antillen. Wenn man Glück hat, kann man dabei sein, wenn der Stamm einen Gummibaum in einen Einbaum verwandelt. Spuren der alten indianischen Lebensweise und ihrer handwerklichen Techniken sind nur noch in kleinen Geschäften zu finden, die am Straßenrand Korbwaren in traditionellen Mustern verkaufen.
Dominica ist kein Ziel für Strandliebhaber. Der größte Teil der Küste ist felsig und steil. Die wenigen Strände sind schwarz oder braun. Nichts desto trotz, gibt es im Norden der Insel (nördlich von Portsmouth) einige schöne Sandstrände. Woodford Bay, Pointe Baptiste oder Hampstead Beach zum Beispiel. Hier finden Sie weißen Sand, Palmen und azurblaues Wasser.
In allen Häfen, die regelmäßig Ziel von Karibik Kreuzfahrten sind, gibt es zahlreiche lokale Ausflugsveranstalter. Diese sind häufig günstiger als die Ausflüge, die Sie auf dem Schiff buchen können. Eine sehr gute Informationsquelle ist das Forum der amerikanischen Seite CruiseCritic (http://boards.cruisecritic.com/). Hier tauschen amerikanische Kreuzfahrer ihre aktuellen Erfahrungen aus.
Wacky Rollers ist der Partner für die abenteuerlustigen unter Ihnen. Rasen Sie in einem aufgeblasenen Autoreifen einen der glasklaren Flüsse der Insel hinunter. River Tubing heißt der Spaß. Auch Kayak- und Jeeptouren stehen zur Auswahl.
Kens Hinterlandtours ist seit 18 Jahren am Markt und bietet eine große Auswahl verschiedener Ausflüge für Kreuzfahrer. Eine Tour führt Sie nach Portsmouth, wo Sie eine Bootsfahrt auf dem Indian River unternehmen können. Der Indian River ist nach den Indianern (den Kariben) benannt, die hier lebten und auf dem Fluss in Richtung Meer fuhren. Danach geht es weiter zu den Milton Falls. Abschließend können Sie den Syndicate Nature Trail entlang wandern.
Levi Baron von Bumpiing Tours hat einige Touren speziell für Kreuzfahrtgäste zusammengestellt.
Barefoot Travel ist ein Reisebüro mit Büros auf der Insel sowie in Frankreich und den USA. Hier können Sie einen kompletten Urlaub auf der Insel organisieren. Die Homepage gibt es auch in deutscher Sprache. Die zahlreichen Ausflüge sind auch für uns Kreuzfahrer interessant. Zum Beispiel ein Schnorchelausflug zu dem berühmte Champagne Riff. Aus heißen Quellen steigen Luftbläschen auf, die Ihnen das Gefühl vermitteln, in einem Champagnerglas zu schwimmen. Der dreistündige Ausflug kostet 45 US Dollar pro Person.
Taucher und Schnorchler können Sie zum Beispiel an das Cabrits Dive Centre oder an Aldive wenden.
Sie kennen diesen Hafen und haben noch Tipps für andere Kreuzfahrer. Dann wäre es nett, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier zur Verfügung stellen.
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